Nix für Stefan!

Nur für Mädchen!

Nachdem Ferrero nun die Kinderwelt der Ü-Eier in Mädchenwelt und Jungenwelt aufgeteilt hat, werde ich diesen Winter keine Ü-Eier mehr kaufen. Der Konzern wird die geschätzten 10€ Umsatzeinbußen (ich geh mal einfach vom halben Ladenpreis aus) verschmerzen können. Eigentlich gilt: Folge keinem Boykott der Dir selbst schadet, aber wem schadet es schon keine Ü-Eier zu kaufen?

Freiheit stirbt mit Sicherheit

Der DFB hat den Catanagio neu entdeckt, die Sicherheit geht vor. Sowas ist nicht schön, sichert aber den Erfolg. Vor allem den finanziellen und darüber (ein Narr der anderes behauptet) auch den sportlichen, den man braucht für noch mehr Umsatz. Hut ab an die Eisernen. Mit ihrer Weigerung den Verhaltenskodex des DFB zu unterzeichnen stellt Union Berlin das Pamphlet als das dar, was es ist: Ein top-down-Repressionspapier. Über Fans reden, heißt über Probleme reden, mit Fans reden ist zu mühsam.

Die Fans werden als wichtiger Bestandteil des Sports tituliert, die Basis ist aber die Sicherheit(!). Letzendlich geht es in dem Papier nur um das Verbot von Pyrotechnik und das Bekenntnis zu stärkeren Sanktionen. Die Einhaltung von Regeln werden eingefordert, das vernünftige Regeln aufgestellt werden, steht nicht zur Diskussion.

Letztendlich erklären die Vereine, dass sie von ihren Kunden geordnetes Konsumverhalten erwarten. Bitte keine Emotionen die zu Irrationalitäten führen, bitte keine unvorhergesehene Kreativität, für die es noch keine Regeln gibt. Schnauze halten da unten!

Der Kodex: http://www.dfb.de/uploads/media/Verhaltenskodex.pdf

Der offene Brief der Berliner: http://www.fc-union-berlin.de/verein/aktuelle-meldungen/details/1-FC-Union-Berlin-bleibt-Sicherheitsgipfel-in-Berlin-fern-462W/

Playniken

Schlimmer geht immer. Unter dem Motto „Dabei nackt sein ist alles“ haben sich fünf SportlerInnen für den Playboy ausgezogen. Das ganze wird dann munter über Bild, Focus, gmx und Konsorten beworben. Immer schön mit Nackt-Bildern.

Wo ist das Magazin das die Männer zeigt? EM-Schweini im Schwulenmagazin oder Riedl-Dödl in der Cosmopolitan?

Zwei knackige Beach-Beauties

„Reviersport und die Wohnbau eG verlosen zwei Tage bei den olympischen Spielen mit einem Rundum-Sorglos-Paket.“

Beworben wird die Aktion mit einem Artikel auf reviersport.de der mit Werbefotos eines Unterwäscheherstellers bebildert ist. Zu sehen sind zwei Beachvolleyballerinnen, natürlich knapp verhüllt und in lasziver Pose. Im Artikel ist dann von „die Spiele der knackigen Beachstars“ oder „die beiden Beach-Beauties“ die Rede. Konsequent werden zuerst die Teilnahmen an den diversen Celebrity-Shows aufgelistet, bevor doch noch die aktuelle sportliche Situation der beiden und der olympische Wettbewerb skizziert werden.

Sexismus pur!

Es gibt eine 2 tägige Reise mit Karten für das Beachvolleyballturnier zu gewinnen. Da werde ich mich doch mal bewerben um zu schauen wie’s dann real ist.

Koloniale Denkstrukturen im Fußball

Neue Studie untersucht den Einfluss von Afrika-Klischees auf die öffentliche Wahrnehmung von Fussballern aus Afrika.
http://www.ethnologie.uni-bayreuth.de/de/team/Ungruhe__Christian/Presse/205-Afrikanische-Profifussballer.pdf

Die ausführliche Publikation der Studie folgt erst noch im Herbst 2012. Gefunden habe ich diese Veröffentlichung über http://www.antropologi.info/blog/index-de.php. Da finden sich auch viele andere interessante links rund um ethnologische Themen.