unser Ansehen

>>>Wenig Freude hat Friedrich auch an den „Sieg, Sieg“-Rufen deutscher Zuschauer in der im Zweiten Weltkrieg von Deutschen besetzten Ukraine. Auch das Auftauchen der Reichskriegsflagge sei ein Unding. „Als deutscher Patriot schäme ich mich, wie diese Leute unser Ansehen in Europa und der Welt versuchen zu beschädigen“, sagte [Bundesinnenminister Hans-Peter] Friedrich.<<<

So gefunden ohne Quellenangabe auf http://www.revierssport.de und http://www.sport1.de (sechs! setzen!) also vermute ich zuerst irgendeine Agentur. Auf zeit.de finde ich dann den Hinweis auf ein Interview, dass Herr Friedrich (soviel mehr Text ist das Herr eigentlich auch nicht) der neuen Osnabrücker Zeitung gegeben hat.

Auf noz.de findet sich leider kein Interview, dafür aber ein ausführlicherer Artikel mit folgenden Zitaten:

>>>„Es gibt grundsätzlich Möglichkeiten, da die Täter im Netz Spuren hinterlassen. In vielen Fällen ist die Fahndung aber mangels Vorratsdatenspeicherung derzeit nicht Erfolg versprechend“<<<

Hurra, da hat’s doch mal wieder einen Anlass eine Forderung nach der Grundrechteverstümmelung der Bürger auf zu stellen.

 

>>>„Rassismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Wir alle müssen uns diesen Auswüchsen mit aller Kraft entgegenstellen“<<<

Es gibt auch vernünftige Aussagen.

 

>>>Die überwältigende Mehrheit der Fußballfans habe damit nichts zu tun. Es dürfe nicht sein, dass diese verschwindend kleine Minderheit das Bild bestimme und Deutschlands Ansehen schade.<<<

Schade um dass schöne Bild – Diese verschwindend geringe Minderheit der Deutschen, die mit Sieg rufen und Reichskriegsfahne durch die Ukraine zieht – Fehlt der Hinweis, dass das schon immer die Minderheit war – Die meisten zogen schließlich durch Russland – Das Bild könnte so schön sein, wenn die Patrioten sich doch nur benehmen könnten – Egal, wenn sie sich die glorreiche Zeit der Reichskriegsflagge zurückwünschen – Hauptsache Benimm, damit das Bild stimmt.

 

>>>Dass im Falle eines griechischen Sieges die Rufe nach einem Zahlungsstopp für Athen möglicherweise laut würden, hält Friedrich für abwegig: „Fußball ist Fußball. Und Politik ist Politik.“<<<

Und da ließt man schließlich zwischen den Zeilen, dass bescheuerter als Politikerantworten nur noch Journalistenfragen sind.

 

Ich mag ihn übrigens nicht unseren Herrn Friedrich, falls es der Erwähnung noch bedarf. Am Ende regt man sich nur unnötig auf.

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