Nazifans greifen ihre GegnerInnen auch weit außerhalb des Stadions an

Auch die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt – BACH UP nimmt sich des Themas der Nazis im Fussball an. http://www.backup-nrw.org/allgemein/2012/12/11/823/

„So registrierte Back Up Gewalttätigkeiten aus dem jeweiligen Fanumfeld von Borussia Dortmund, Rot-Weiß Oberhausen, Westfalia Herne, MSV Duisburg, Arminia Bielefeld sowie Alemannia Aachen.“

Vielleicht ist aber vor allem der Hinweis von Claudia Luzar, „Wir bieten zudem jedem durch Bedrohung oder offene Gewalt betroffenen Fußballfan unsere Hilfe als unabhängige Beratungsstelle an“, besonders wichtig.

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Nichts Neues im Westen

Nazis als Ordner beim BvB überraschen jetzt nicht wirklich und das der Verein nicht wusste, was offensichtlich ist verwundert auch nicht.

Schön auch der Satz auf derwesten.de „Rolf-Arnd Marewski vom Fanprojekt Dortmund schätzt, dass sich 60 Rechte unter die 25 000 Besucher der Südtribüne mischen – das wäre ca. ein Viertel Prozent.“ Marewski ist ein verfechter der akzeptierenden Jugendarbeit und rühmt sich auch schonmal seiner erfolgreichen Arbeit mit Borussenfrontlern in den 80ern. Offentlich hört man nur relativierende Äußerungen zum Thema Nazis unter den Fans von ihm. Damit steht er in Stadt und Verein allerdings nicht allein.

Was im derwesten Artikel nicht Erwähnung findet, steht bei Spiegel-Online, z.B. über den Vorfall, „wenn B. [das Opfer] nicht solche unverhältnismäßigen Verletzungen davongetragen hätte.“, oder den Täter, „Und wenn einer der Ordner, Sascha N., nicht einschlägig vorbestrafter Hooligan wäre“.

http://www.derwesten.de/region/westfalen/bvb-soll-nazis-als-ordner-beschaeftigen-id7388939.html

http://www.spiegel.de/sport/fussball/borussia-dortmund-probleme-mit-nazis-und-hooligans-unter-ordnern-a-872213.html

BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus

Einen schönen Dank, once again, an die Ruhrbarone.

Die Promotionsarbeit von Aladin El-Mafaalani hat einen für mich (aber ich bin auch kein Soziologe) sehr interessanten Ansatz. Was passiert mit und bei BildungsaufsteigerInnenim Verhältnis zu ihrem früheren Umfeld? Das Buch werde ich mir wohl mal anschauen.

“Wer aufsteigen will, muss mit seiner Herkunft brechen”

“BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus” Buch

Borussia II

Die BVB-homepage hat auch etwas zum Thema zu sagen. Sie erkennen zumindest an das es sich um etwas handelt worum sich die Borussia kümmern muss, sie wollen jetzt „den Sumpf trocken legen“. Nebenbei loben sie dann noch ihre tolle neue hochauflösende Viedeokomplettüberwachung.

Mir kann man es aber auch nie richtig recht machen.

Kindergartenpyromanen

Hurra!!!!

Ein Ergebnis der Fan-Bashing-Konferenz (called Sicherheitskonferenz) ist, wie man nun mitbekommt, dass unter-6-Jährige nicht mehr auf die Stehränge dürfen, weil das zu gefährlich sei. Logisch, im Kindergartenalter zündelt man ja auch besonders gerne.

Wäre ein Kind kürzlich ernsthaft zu Schaden gekommen hätte man es mit Sicherheit medial hysterisiert mitbekommen. Hintergrund ist hier eher, wie sonst wohl auch, dass verdeutlicht werden soll, wie gefährlich so eine mit Fans vollgestopfte Tribüne ist. Die marzilische Polizeikette, die Hubschrauber, Absperrgitter und hier und da schon mal ein Wasserwerfer. Für die Inszenierung der Gewalt beim Fussball ist dem Staat nichts zu blöd. Auch nicht ein besonderes Gefahrenpotential für Kinder zu konstruieren.
Liebe Volldeppen mit Entscheidungsgewalt*, wer sein Kind mit ins Stadion nimmt weiß wo er sich hinstellt, wann er kommt, wo der beste Wellenbrecher ist und wann man geht. Aber Danke Euch für Nichts!

Freiheit stirbt mit Sicherheit!

*Entscheidungsgewalt ist übrigens ein sehr schönes Wort, welches verdeutlicht, von wem die Gewalt ausgeht.